jahnna Hand, Tusche

Was ist Tun?

«Ich achte jemanden oder etwas, beachte etwas, ahne etwas, albere (herum), ändere mich, verändere mich, ängstige jemanden, arbeite, ärgere jemanden, verärgere jemanden, atme, äußere mich, gebäre mich oder mein Kind, bange um etwas, entbehre etwas, bilde mir etwas ein, binde mich an jemanden, verbinde mich, verbittere, blicke auf etwas, überblicke etwas, vegetiere vor mich hin, blühe auf, brauche etwas oder jemanden, gebrauche etwas, breche mit etwas oder jemandem, breche (hier) ab, unterbreche mein Tun, breite mich aus, brenne (innerlich), denke, bedenke etwas, denke mit, dichte, diene, verdiene etwas, durchdringe, drücke mich oder etwas aus, darf, ehre, eifere, eile, einige mich mit jemandem oder mir selbst, ekele mich, beende etwas, vollende etwas, erde mich, fahre, falle, lasse mich oder etwas oder jemanden fallen, entfalte mich selbst, fange etwas an, erfasse etwas, fehle, feiere, fertige, finde etwas, erfinde, folge, überfordere mich oder andere, forsche, frage, befreie, freue mich, erfreue mich, friere, frisiere mich, füge mich, fühle mit, fülle etwas, fürchte mich, gebe, gebe auf, ergebe mich, gebe mich hin, vergebe jemandem oder mir selbst, begegne, gehe, begeistere, genese, genieße, gestalte etwas, giere, glaube, gräme mich, graue mich vor jemandem oder etwas, begreife es, grolle, grübele, grusele mich, gucke (Fernsehen oder einen Film), habe, hadere mit etwas, hafte an etwas, halte stand, halte etwas oder jemanden, halte etwas aus, halte an etwas fest, halte inne, verhalte mich, handle, reagiere auf etwas oder jemanden, hänge an jemandem oder etwas, harmonisiere, hasse etwas oder mich, haste, hebe, erhebe mich (über etwas), heile jemanden oder etwas in mir, helfe jemandem oder mir selbst, beherrsche mich, beherzige etwas, hetze, hoffe, überhöhe mich über etwas, erhole mich, wiederhole etwas, höre mit etwas auf, gehöre zu jemandem oder zu einer Gruppe oder Institution, höre jemandem zu, idealisiere, identifiziere mich, erinnere mich, jammere, jubele, kämpfe, erkenne an, erkenne, erkenne mein Selbst, kläre etwas, bekomme, komme jemandem entgegen, komme voran, kann, kann etwas nicht, kann nicht mehr, kontrolliere, kontrolliere meinen Körper, kreiere, kritisiere, kümmere mich, küsse jemanden, lächle, lächle innerlich, lache, lasse etwas los, lasse mich ein, lasse etwas oder jemanden innerlich los, verlasse mich auf jemanden oder etwas, lausche, lebe, belebe jemanden wieder, lehre, leide (unter etwas), leide mit, lenke mich ab, lerne etwas, leuchte innerlich, beleuchte einen Raum oder etwas, liebe, liebe jemanden oder etwas, verliebe mich, lindere, locke jemanden, löse mich von jemandem oder etwas, löse etwas auf, mache etwas, meine es so, meistere etwas oder mein Leben, merke etwas oder mir etwas, bemerke, konzentriere mich, mag jemanden oder etwas, motiviere mich, mühe mich, bemühe mich, musiziere, muss, nehme, benehme mich, neige zu etwas, erniedrige mich selbst, offenbare, öffne mich, opfere mich oder etwas, passe mich an, phantasiere, philosophiere, plane, prahle, predige, quäle mich, überrasche dich, rede, verabrede mich, rege mich, rege mich auf, erreiche etwas, reise, bereue, richte über etwas, richte mich auf, richte mich auf etwas aus, richte mich ein, verrücke etwas, ruhe (in mir), rühme mich, berühre, rüste mich, rüttele, säubere etwas, schaffe etwas, beschäftige mich, erschaffe etwas, schäme mich, schätze es wert, nehme Abschied, entscheide, unterscheide, scheitere, scheue mich vor etwas oder jemandem, schinde mich, schlafe, gebe mich geschlagen, entschließe mich, schließe mich mit jemandem zusammen, schmiede, schmolle, schöpfe (aus innerer Quelle), beschränke mich auf etwas, schränke mich ein, erschrecke, schreite, mache Fortschritte, schütze, schweige, schwöre, sehe jemanden an, übersehe (jemanden), sehne mich nach etwas oder jemandem oder etwas herbei, vergesse, achte mich selbst, behaupte mich, seufze, singe, versinke in etwas, besinne mich, meditiere, besitze etwas, versöhne mich, soll, sonne mich, sorge (für jemanden), versorge mich oder jemanden, spanne (meine Muskeln) an, spiele (mit jemandem), spreche, verspreche, starre etwas an oder vor mich hin, staune, stehe, stehe an, stehe still, verstehe, stelle mich darauf ein, stelle es mir vor, sterbe, stimme mich ein, verstimme jemanden, strahle (übers ganze Gesicht), strebe, streite, strenge mich an, unterstütze, versuche etwas, gesunde, sündige, distanziere mich, betaste etwas, verteidige mich oder etwas, vertiefe mich, teile etwas mit dir, teile mich dir mit, urteile, verurteile mich selbst, betrachte, trage das, traue mich oder mir etwas zu, vertraue jemandem oder auf etwas, vertraue mir selbst, trauere, träume, treibe jemandem etwas aus, trenne (mich), tröste, tue etwas, erwache, wachse körperlich und innerlich, wahre etwas, bewahre etwas (auf), wandle mich, wärme mich, warte, erwarte, bewege mich, werde weich, langweile mich, verweile, weine, wende mich zu, werte, gewichte etwas, entwickle mich, widme mich (jemandem oder einer Sache oder Aufgabe), überwinde etwas, wirke auf jemanden oder etwas, verwirkliche etwas, verwirkliche mich selbst, weiß, weiß etwas nicht, wohne hier, gewöhne mich, verwöhne mich, will, will etwas haben, will nicht, antworte jemanden, wundere mich, wünsche (mir), wüte, erzähle, zähme mich oder ein Tier, zanke mich mit jemandem, zaubere etwas hervor, verzaubere jemanden, zehre von etwas, verzeihe dir, zerre an jemandem oder etwas, zeuge ein Kind, erzeuge etwas, ziehe etwas oder jemanden, beziehe mich auf jemanden oder etwas, erziehe jemanden, ziehe mich zurück, ziehe mich (in mir) zusammen, ziele auf etwas, zögere, erzürne mich, zweifle»

ist ein Tun.

«Ich begutachte, missachte, verachte jemanden oder etwas, ächte jemanden, ängstige jemanden, ärgere jemanden, verbanne jemanden oder etwas, erbarme mich, bitte jemanden um etwas, breche bei jemandem ein, denke jemanden klein, denke über jemanden oder etwas, diktiere, dränge jemanden, dränge mich jemandem auf, drangsaliere, dringe in jemanden ein, drohe mit etwas, drohe jemandem etwas an, überfalle jemanden, fälsche etwas, feinde jemanden an, verfolge jemanden, fordere etwas von jemandem, fördere jemanden, verführe, gebiete, begehre jemanden, beglücke jemanden, greife jemanden an, greife ein, begünstige jemanden, hefte mich an jemanden, halte jemanden von etwas ab, halte jemanden an, behandle jemanden, hasse jemanden, helfe jemandem, herrsche, heuchele, überhöhe mich über jemanden, höhne, huldige, verwirre jemanden, verjage dich, klage jemanden an, kränke, bekriege, labere, belächele, verlange etwas von jemandem, vernachlässige, belästige dich, lehne etwas oder jemanden ab, belehre, beleidige, verletze jemanden, verleumde jemanden, lobe jemanden, verlocke jemanden, erlöse etwas oder jemanden, mache mich über jemanden lustig, manipuliere jemanden oder etwas, ermutige jemanden, bemuttere jemanden, nötige jemanden zu etwas, erobere etwas oder jemanden, plündere, räche mich, raube, rede über etwas oder jemanden, rede jemandem etwas ein, überrede jemanden zu etwas, reize jemanden, revolutioniere etwas, besänftige jemanden, beschalle, schätze jemanden gering, beschimpfe jemanden, schlage etwas oder jemanden, beschuldige jemanden, verschwende etwas, sorge mich um jemanden oder etwas, verspäte mich, bespiele ein Kind, starre etwas oder jemanden an, bestimme über etwas oder jemanden, störe jemanden, zerstöre, stoße jemanden aus, verstoße, bestrafe jemanden, stresse jemanden, besuche jemanden, betrachte jemanden, trage jemandem etwas auf, traumatisiere jemanden, treibe jemanden an, vertreibe, betrüge jemanden, tue dir etwas an, tyrannisiere jemanden, beurteile etwas oder jemanden, erwarte etwas von jemandem, wecke jemanden auf, weihe jemanden ein, weise jemanden ab, werfe jemandem etwas vor, wirke auf jemanden ein, bewundere jemanden, zanke mit jemandem, verzaubere etwas oder jemanden, zwinge jemandem etwas auf»

ist ebenso Tun. Es wirkt auf meine Nächsten zumeist mehr ein, als das Erstgenannte.

«Ich entbehre etwas, darf nicht, funktioniere, begehre etwas, giere nach etwas, jammere, klage, kann etwas nicht, lasse dich oder etwas fallen, unterlasse, liefere mich jemandem aus, lüge, opfere mich, berausche mich, schaffe es nicht, schulde jemandem etwas, verschweige etwas, trenne mich von dir, warte auf jemanden oder etwas, wehre mich, ignoriere jemanden oder etwas.»

Ist manches Nicht-Tun im Seelischen ein Tun? Da es auf meine Nächsten wirkt!?

Reines Erleben ist Sein. Jeder der Ausdrücke benennt ein Erleben zugleich: Im Lieben das Empfinden von Liebe, die Offenheit des Herzens und Verbundenheit. Im Hassen das Fühlen von leidvoller Wut, Angst und ein gedanklicher Graben zwischen dem Gehassten und dir selbst, obgleich Verbundenheit wahr ist. Im Zweifeln das Vorhandensein von zwei Fällen im Denken, die beide ihr Wahres und Gutes zu haben scheinen. …

Es ist wahr, wenn ich sage: «Ich tue. Ich habe vieles getan in meinem Leben.» Zugleich ist Tun im reinen Erleben nicht begreifbar. Es ist in dem einen jetzigen Moment weder sichtbar, hörbar, riech-, schmeck- noch tastbar, es ist kein Körperempfinden, kein Gedanke, kein Gefühl, kein Gespür. Es ist kein Sein. Ich ‹bin› Tun nicht. Es steht neben dem Sein, wie Fühlen neben dem Denken, wie der liebende Mann neben der Frau und die Frau an der Seite ihres Mann steht.

Tun-Tipp: Versuche, dir bei dem dir liebsten Menschen an deiner Seite vorzustellen, wie alles Tun an ihm oder ihr fort ist. Was wäre nun von ihr oder ihm übrig?

Diese Übung ist unmöglich. Tun gehört zu uns und ist nicht nehmbar. Niemand und nichts kann mein oder dein Wirken jemals ganz einnehmen.

«Ich sehe, höre, rieche, schmecke, taste, empfinde, fühle, spüre, erfahre, erlebe, bin»

scheint ohne eigenes Tun zu geschehen. Es ist Erleben und damit Sein. Ich bin nicht der ‹Scheher›. Ich kann zwar meine Augen öffnen und meinen Blick richten, das Sehen selbst kann ich nicht tun. Es geschieht. Wie das Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Empfinden, Fühlen und Spüren auch. Wenn ich möchte, kann ich mich ablenken und damit viele Eindrücke unbewusst wahrnehmen :-(

Sicherlich ist die Grenze zwischen Tun und Sein fließend. Ist Erkennen ein Tun? Denken? Wissen? Schlafen? Sterben? Ist Fühlen mehr Erleben und Denken mehr Tun?

In der Tiefe all dessen ist das Leben eins. Jemand, der sein Sein tun kann, ist zum Leben selbst geworden.

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veröffentlicht am 13.3.2017, letzte Änderung am 24.4.2016 um 12:00 Uhr

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